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Tübingen. Der Film. Die Geschichte.

Tübingen. Der Film. Die Geschichte.

Ein Portrait der Universitätsstadt Tübingen im 20. Jahrhundert. Neu entdeckte Filmschätze zeigen Erhabenes und Banales aus der Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner: Alltag und Feste, Politisches und Privates. Filmautorin Anita Bindner hat in 45 Minuten das bunte Leben dieser Neckarmetropole treffend zusammengefasst. Ein Schwerpunkt ist natürlich die Universität – früher wie heute ein Anziehungspunkt für Studenten aus aller Welt. Oft gefilmt ist der mittelalterliche Stadtkern zwischen Neckar und Schlossberg – ganz besonders attraktiv für Touristen, ist er aber auch ein Mittelpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt.


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Das Studentenleben ist aus der Stadt nicht wegzudenken

Für ihre Recherchen und die Auswahl der Quellen konnte Anita Bindner illustre Unterstützung direkt in Tübingen gewinnen. Historische Beratung fand die Autorin in Udo Rauch vom Tübinger Stadtarchiv. Das Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen, Lehrstuhl für Film- und Fernsehwissenschaft, beteiligte sich mit Studierenden an dem Filmprojekt. Vier Videointerviews mit Tübingern ergänzen den Hauptfilm. Weiteres Bonusmaterial sind zwei Stummfilme aus den Jahren 1926 und 1927.

In den folgenden Jahrzehnten zeigt sich, wie eng das Glück der Stadt auch mit dem Studentenleben verbunden ist. 90 Prozent der Tübinger Studenten ziehen in den Ersten Weltkrieg, so viele wie an keiner anderen Universität. Krisenjahre und Inflation folgen. Im Juli 1927 wird das 450-jährige Universitätsjubiläum gefeiert. Doch auch andere Ereignisse begleiten die Tübinger durch »ihr Jahrhundert«: von den schweren Stunden im Luftkrieg beispielsweise: von den schönen Momenten in den berühmten Tübinger Stocherkähnen; oder auch vom Wirtschaftswunder, das neue Stadtviertel aus dem Boden schießen lässt und natürlich die Altstadtsanierung in den siebziger Jahren.

Gegensätzliches kann in Tübingen auch gedeihen, ohne das Andere zu verdrängen. Ausgerechnet hier, im Zentrum der Friedensbewegung, die an eine bereits vergangene Ära der Studentenbewegung anknüpfen kann, wird in den neunziger Jahren das militärische Erbe erhalten und zu Wohnraum umgewandelt. Aus Loretto- und Burgholzkaserne werden die neuen, mehrfach preisgekrönten Stadtquartiere »Loretto« und »Französisches Viertel«.

Im Dezember 1908 heißt es auch in Tübingen »Film ab«. Josef Mayer eröffnet das erste Lichtspieltheater am Neckartor. Das Kinoprogramm ergänzt er mit kinematografischen Wochenberichten und eigenen Filmaufnahmen. Hundert Jahre später zählen diese Aufnahmen mit zu den wichtigsten im neuen Tübingen-Film unseres Hauses.

Ein Film von Anita Bindner

Produktion: Haus des Dokumentarfilms Stuttgart, 2012

DVD/Pal
Laufzeit: ca. 45 Min.
+ Bonus: ca. 25 Min.

Bonus:

»Tübingen, die alte Universitätststadt«
1926, sw, Stummfilm, 8 Min.

»450.Jahrfeier der Universität Tübingen«
1927, sw, Stummfilm, 5 Min.

Interviews mit Inge Jens, Publizistin | Frank W. Hein, Pustefix | Volkmar Kleinfeldt, Fotograf, und Ralf Wenzel, Club Voltaire
2012, ca. 11 Min.


dt., engl. und frz. Fassung

Bildformat: 16:9 mit Archivmaterial 4:3
Ton: Stereo

ISBN: 978-3-943510-03-4
Preis: 19,95 EUR (zzgl. Versand)

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