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DVD: Suchet der Stadt Bestes

Die Vogelmutter: Lina Hähnle,
ein Leben für den Naturschutz

Industriellengattin, Vogelmutter und selbstbewusste Managerin – Lina Hähnle (1851- 1941) hatte viele Facetten. Einst gründete sie den Bund für Vogelschutz in Stuttgart. Der Film von Anita Bindner zeigt das Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Frau, die nicht Visionen nachstrebte, sondern das Machbare anging. Das Filmporträt führt Sie zu den wichtigsten Lebensstationen von Lina Hähnle. Viele der Aufnahmen stammen von Hermann Hähnle, ihrem Sohn, der neben seiner Profession als Ingenieur eine Leidenschaft für das damals junge Medium Film entwickelte.


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Sie hing nicht Visionen nach, sondern suchte das Machbare

Foto: Szene aus »Die Vogelmutter« © Archiv HDFAls schwäbische Unternehmersgattin führte sie zunächst das Leben einer „Frau Kommerzienrat“ an der Seite des erfolgreichen Wollfilzfabrikanten Hans Hähnle in Giengen an der Brenz. Während ihre Familie vom industriellen Fortschritt profitierte, widmete sich Lina Hähnle durch ihr persönliches Engagement den Schattenseiten der Industrialisierung. Gegen den Naturverbrauch, zum Schutz von Natur und Landschaft setzte sie einen beträchtlichen Teil ihres Privatvermögens ein. 1899 initiierte sie mit der „Vogelinsel“ bei Giengen das erste Naturschutzgebiet in Deutschland. Weitere Schutzgebiete bei Lauffen/Neckar, am Federsee in Oberschwaben, auch an Nord- und Ostsee folgten. Mit dem „Bund für Vogelschutz“ entstand 1899 der erste deutsche Naturschutzverband. Lina Hähnle wurde bald zu einer Ikone der Bewegung: selbstbewusst, autoritär, zielstrebig, charismatisch.

Mit dem „Bund für Vogelschutz“ entstand 1899 der erste deutsche Naturschutzverband. Lina Hähnle wurde bald zu einer Ikone der Bewegung: selbstbewusst, autoritär, zielstrebig, charismatisch. Sie wollte keinen elitären Zirkel, sondern eine Massenorganisation. Jedes Individuum sollte erkennen, dass durch seinen persönlichen Beitrag eine konkrete Verbesserung der Lebensumstände der Vogelwelt möglich war. Fast 40 Jahre lang war Lina Hähnle die integrative Persönlichkeit an der Spitze des Verbands. Mit diplomatischen Geschick nutzte sie die finanzielle und politische Potenz höherer Kreise und band gleichzeitig breite Bevölkerungsschichten ein. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg stieg die Mitgliederzahl auf über 40.000. In unzähligen öffentlichen Vorträgen warb Lina Hähnle in ganz Deutschland für den Naturschutz. Als Verbandspräsidentin setzte sie auf professionelle Öffentlichkeitsarbeit, moderne und attraktive Medienarbeit und ein effizientes Mitgliedermanagement.

Nicht Visionen sondern das Machbare zeichneten Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Frau aus. Lina Hähnle starb am 1. Februar 1941, wenige Tage vor ihrem 90. Geburtstag. In vielen Nachrufen wurden die persönlichen Leistungen und besonders das soziale Engagement der Naturschutzpionierin geehrt.

Foto: Szene aus »Die Vogelmutter« © Archiv HDFFoto: Szene aus »Die Vogelmutter« © Archiv HDF

Film im Land | Land im Film (4)
Edition Landesfilmsammmlung
Baden-Württemberg

Ein Film von Anita Bindner

Produktion: Haus des Dokumentarfilms, Stuttgart

ISBN: 978-3-981305-4-0

Preis: 14,95 EUR (zzgl. Versand)

Länge: ca. 45 Minuten
Ton: Stereo
Bildformat: 4:3

© Haus des Dokumentarfilms

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